Lupe

Kunststudium: So lief das bei mir

Von Lebensläufen, Online-Bewerbungen und der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch: Gloria Sogl erzählt, wie sie den Bewerbungsprozess für ihr Kunststudium gemeistert haben.

Studienplatz

>> ändern

Gloria Sogl (25) studiert im sechsten Semester freie Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und betreut heute Bewerber als Tutorin.

Der Weg zum Kunststudium beginnt mit einer Bewerbungsmappe mit künstlerischen Arbeiten. Die schüttelt man nicht aus dem Ärmel. Ich habe ungefähr ein Jahr mit der Erstellung meiner Mappe verbracht. Schließlich geht es nicht um technische Fertigkeiten, sondern darum, eine eigene künstlerische Sprache zu entwickeln. Für die Vorbereitung der Mappen bietet die Akademie Beratungstage an.

Der nächste Schritt ist eine Eignungsprüfung. Im praktischen Teil muss ein Thema bearbeitet werden, das allgemein gehalten ist. Wie der Titel eines Buches weckt es Assoziationen, lässt aber alle Freiheiten. In der Wahl des Mediums ist man völlig frei, nur der Zeitrahmen ist vorgegeben. Für mich war das persönliche Gespräch am zweiten Tag der Eignungsprüfung eine Hürde. Man sitzt vor der gesamten Lehrerschaft und muss Fragen zur Mappe und seinem persönlichen künstlerischen Schaffen beantworten.

Mein Tipp: Beim Kunststudium geht es um Persönlichkeitsbildung. Deshalb: Nicht abschrecken lassen, wenn es beim ersten Anlauf nicht klappt. Für das Gespräch sollte man parat haben, in welcher Form man sich mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzt, welche Galerien und Ausstellungen man in letzter Zeit besucht oder was man über zeitgenössische Kunst gelesen hat.