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Alle Hürden nehmen

Bundesweit gibt es Tausende Studiengänge – und einer passt mit Sicherheit zu dir. Doch wie das richtige Angebot finden? Im folgenden Infotext findest du Tipps zur Recherche und Hinweise, wie du die Hürden im Zulassungsverfahren erfolgreich meisterst.

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Junge Frau läuft durch Eingangstür

Du möchtest studieren, bist dir aber noch nicht sicher, welches Fach das richtige wäre? Es gibt ein Schulfach, in dem du richtig gut bist, und du möchtest wissen, welcher Studiengang dazu passen würde? Dann kannst du in einer der zahlreichen Internet-Suchmaschinen recherchieren, in denen das bundesweite Studienangebot zu finden ist, zum Beispiel der FINDER auf www.studienwahl.de oder der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (www.hochschulkompass.de). Detaillierte Informationen zu bestimmten Studiengängen und Fachbereichen bieten dann die Webseiten der Hochschulen.

Wenn du einen Studiengang gefunden hast, der dir gefällt, kann allerdings bis zur ersten Vorlesung im Hörsaal noch ein langer Weg vor dir liegen – vor allem dann, wenn der Studiengang zulassungsbeschränkt ist. In ganz Deutschland sind 52 Prozent der Studiengänge zulassungsbeschränkt, das heißt, in diesen Fällen übersteigt die Nachfrage das Angebot an Studienplätzen. Dann musst du ein bestimmtes Auswahlverfahren durchlaufen, um einen Platz zu bekommen. Zulassungsbeschränkungen können bundesweit gelten, das heißt, die Vergabe der Studienplätze erfolgt zentral über eine bestimmte Einrichtung, die Stiftung für Hochschulzulassung (www.hochschulstart.de). Davon betroffen sind die Studiengänge Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie. Ein Fünftel der Studienplätze wird unter den Abiturbesten vergeben, weitere 20 Prozent nach Wartezeit. Die übrigen 60 Prozent ordnen die Hochschulen in internen Auswahlverfahren zu; auch hier ist die Abinote das wichtigste Auswahlkriterium. Auch Einzelnoten in bestimmten Fächern, eine Berufsausbildung, ein freiwilliger Dienst oder die Teilnahme an einem Eignungstest (z.B. TMS) können Vorteile bringen.

Studiengänge können darüber hinaus örtlich zulassungsbeschränkt sein, beispielsweise Psychologie, Jura, Betriebswirtschaftslehre oder das Lehramt an Grundschulen. Man bewirbt sich dann in fast allen Fällen direkt an der Hochschule – in der Regel bis zum 15. Januar für das folgende Sommersemester und bis zum 15. Juli für den Start im Herbst. Tipp für die Recherche: Beim Hochschulkompass (www.hochschulkompass.de) kann bei der Suche nach einem Studiengang nach Zulassungsmodi gefiltert werden. So kann man etwa auch bei begehrten Fächern eine Hochschule finden, an der das Fach zulassungsfrei angeboten wird.

Und manchmal geht es auch ganz ohne Hürden: Immerhin sind knapp die Hälfte aller Studiengänge zulassungsfrei, das heißt, du musst dich lediglich an der Hochschule einschreiben. An manchen Hochschulen ist das mittlerweile online oder per Post möglich, in vielen Fällen musst du aber persönlich erscheinen. Wie die Einschreibung an deiner jeweiligen Hochschule abläuft, kannst du auf der Hochschul-Webseite nachlesen. Das sind die Unterlagen, die du in der Regel für eine Einschreibung brauchst:

- Immatrikulationsantrag

- Kopie des Abizeugnisses

- Krankenversicherungsnachweis

- Kopie des Personalausweises

- Passfoto

Wichtig: Nicht die Einschreibungsfrist verpassen! Wann diese endet, kannst du auf der Webseite der Hochschule nachlesen.

So funktioniert die Bewerbung über www.hochschulstart.de:

Die Bewerber füllen ihren Antrag online aus und schicken das ausgedruckte Formular zusammen mit den übrigen Unterlagen – etwa neben dem Abiturzeugnis auch die Bescheinigung über den TMS (Test für medizinische Studiengänge) – auf dem Postweg an die Stiftung. Für Abiturienten, die gleich im folgenden Herbst mit dem Studium beginnen wollen, gilt der 15. Juli als Stichtag. „Bewerber, die im Vorjahr Abitur gemacht haben, müssen sich bis zum 31. Mai über hochschulstart.de beworben haben“, erklärt Peter Schott, Leiter der Studienberatung der Universität Münster. Stichtag zum Sommersemester ist der 15. Januar.