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„Das Gefühl muss stimmen“

Nach dem Abi beginnt mit dem Studium ein neuer Lebensabschnitt: Neue Stadt, neue Freunde und die ersten Schritte im „Universum“. Damit alles reibungslos klappt, ist eine gute Vorbereitung wichtig: Wie du einen Studiengang findest, der zu dir passt, und was es bei der Bewerbung an deiner Wunschhochschule zu beachten gilt, erklärt dir abi>>.

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In Deutschland werden derzeit laut studienwahl.de gut 17.460 Studiengänge an etwa 445 Hochschulen angeboten. Ein buntes Biotop an Möglichkeiten, aus dem du den Studiengang herausfiltern solltest, der zu dir passt. Doch wie geht man am besten vor? „Man sollte sich zunächst vor Augen halten, was zu einem passt. Was will ich? Was brauche ich?“, empfiehlt Silvia Krebs-Oviedo, Studienberaterin an der RWTH Aachen.

Einerseits sind dies Kriterien, die die Hochschule und den Studiengang direkt betreffen: Welche Schwerpunkte werden dort gelehrt, und ist es mir wichtig, dass dort beispielsweise forschungsorientiert gearbeitet wird? Darüber hinaus sind auch persönliche Präferenzen und Bedürfnisse entscheidend: „Man sollte vorab überlegen, ob man sich in einer pulsierenden Metropole oder eher in einer gemütlichen Kleinstadt wohlfühlt“, so Beraterin Krebs-Oviedo. Auch die Nähe zur Heimat könne für so manchen eine wichtige Rolle spielen.

„Hochschule genau anschauen“

Einen guten Überblick über die Studienmöglichkeiten in Deutschland bieten der FINDER auf www.studienwahl.de sowie der Hochschulkompass (www.hochschulkompass.de).  Dort kann man eine Vorselektion treffen und sich informieren, welches Fach an welcher Hochschule angeboten wird. „Wer sein Wunschfach gefunden hat, sollte sich die Hochschulen genau anschauen. Fühle ich mich in der Stadt wohl? Das Gefühl muss stimmen“, empfiehlt Silvia Krebs-Oviedo.

Um bei der Entscheidung zu helfen, bieten die Hochschulen verschiedene Orientierungsmöglichkeiten an, etwa ein Mini- oder Frühstudium für engagierte Schüler. Es gibt aber auch viele leistungsunabhängige Orientierungsangebote, etwa Schnuppertage, Orientierungsstudium, Sommeruniversitäten und das „studium generale“. Letzteres ist ein in der Regel einjähriges Studium oder Lernprogramm für noch Unentschlossene, die Veranstaltungen aus unterschiedlichen Studiengängen besuchen können. „Das ist empfehlenswert für die, die sich überhaupt nicht für eine Fachrichtung entscheiden können“, erklärt Birgit Dömkes, Beraterin bei der Agentur für Arbeit in Heidelberg. Beliebt ist auch das Schnupperstudium: Bei manchen Angeboten können Interessierte ausgewählte Veranstaltungen verschiedener Fachrichtungen im laufenden Semester ohne Anmeldung besuchen, bei anderen finden die Veranstaltungen als Block während der Schulferien statt.