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So lief das bei mir

Von Lebensläufen, Online-Bewerbungen und der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch: Fünf junge Leute erzählen, wie sie den Bewerbungsprozess gemeistert haben.

Duales Studium

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Manuel D., Kaufmann für Dialogmarketing

201609_print_extra_Bewerbung_MD_bName: Manuel D. (24)

 

Ausbildung: Kaufmann für Dialogmarketing, 2. Ausbildungsjahr

 

Hat sich erfolgreich beworben um: den Ausbildungsplatz bei SUXXEED – Sales for your Success GmbH in Nürnberg

 

Sein Weg: Ich habe mich spät – erst im April und Mai – für den Ausbildungsstart im September beworben. Das hat geklappt, aber generell ist es besser, sich mindestens ein Jahr im Voraus um eine Stelle zu kümmern.

 

In meiner Mappe waren Anschreiben, Lebenslauf mit Foto und Abizeugnis. Tipps habe ich mir bei Online-Bewerbungsportalen geholt. Außerdem von Freunden, die Erfahrung mit Bewerbungen hatten, und von meiner Familie. Mit meinen Vater habe ich durchgespielt, wie ein Vorstellungsgespräch ablaufen könnte.

 

So ein Gespräch war auch Teil meines Bewerbungsprozesses bei SUXXEED. Davor gab es aber zunächst ein Telefoninterview. Dabei wurde ich etwa gefragt, wie ich mir die Ausbildung vorstelle. Dann folgten die persönliche Fragerunde und ein Probearbeitstag. Kurz nach einem Abschlussgespräch erhielt ich die Zusage.

 

Sein Tipp: Im Vorstellungsgespräch war ich anfangs nervös. Aber das hat mir auch dabei geholfen, konzentriert zu bleiben.

Matthias Hermann, BWL-Studium dual

201609_print_extra_Bewerbung_MH_bName: Matthias Hermann (20)

 

Duales Studium: Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Nürnberg (2. Semester) und parallel Ausbildung zum Bankkaufmann

 

Hat sich erfolgreich beworben um: den Ausbildungsplatz bei der Sparda-Bank Nürnberg

 

Sein Weg: Nachdem mir klar geworden war, dass ich ein duales Studium im Bankbereich machen will, habe ich auf den Websites der Finanzinstitute in der Region recherchiert. Bei der Sparda-Bank Nürnberg, wo ich bereits ein Praktikum gemacht hatte, bin ich fündig geworden und habe meine Bewerbung eingereicht: Lebenslauf mit Foto, Anschreiben, die letzten drei Schul- sowie Praktikumszeugnisse und Belege, wie etwa die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis für Schüler.

 

Im Internet habe ich mir Musterbeispiele für Bewerbungen angesehen. Auch bezüglich Infos zum Assessment-Center, zu dem ich eingeladen wurde, war ich online unterwegs. In Foren habe ich zum Beispiel nach potenziellen Aufgaben gesucht. Zusätzlich habe ich für diesen Test eine Präsentation über mich und meine Fähigkeiten vorbereitet.

 

Sein Tipp: Eine Bewerbung ist „Werbung für sich selbst“. Ich habe daher versucht, mich so darzustellen, wie ich wirklich bin.

Franziska Speck, Chemische Biologie

201609_print_extra_Bewerbung_FS_bName: Franziska Speck (24)

 

Masterstudium: Chemische Biologie, 4. Semester

 

Hat sich erfolgreich beworben um: den Studienplatz an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

Ihr Weg: In Jena läuft die Bewerbung für alle Masterstudiengänge über ein Online-Portal der Uni. Die Frist für mein Fach ging vom 1. April bis zum 15. Juli für das folgende Wintersemester. Ich habe mich registriert und die erforderlichen Unterlagen hochgeladen, teils als eingescannte Kopien: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Abi- und Bachelorzeugnis sowie eine Notenübersicht meines Bachelorstudiums der Chemie. In dem einseitigen Motivationsschreiben habe ich begründet, warum ich Chemische Biologie studieren möchte und das explizit in Jena. Ich betonte mein Interesse an einem interdisziplinären Studium und dass mich das Uniangebot aufgrund der vielen Wahlpflichtfächer überzeugt.

 

Am Ende der Onlinebewerbung wurde ein Antrag auf Zulassung zum Masterstudium generiert, den ich per Post verschicken musste. Kurz darauf kam per E-Mail die Zusage für den Studienplatz.

 

Ihr Tipp: Ich habe mir vorab den Modulkatalog des Studiengangs angeschaut. Das hat mir die Studienwahl und damit auch die Bewerbung erleichtert.

Katharina Reim, Pädagogik der Kindheit

201609_print_extra_Bewerbung_KR_bName: Katharina Reim (28)

 

Bachelorstudium: Pädagogik der Kindheit an der Fachhochschule Erfurt, 5. Semester

 

Hat sich erfolgreich beworben um: eine Praktikumsstelle an einer privaten Grund- und Mittelschule in Bozen/Italien für ihr Praxissemester

 

Ihr Weg: Für mein Praktikum wollte ich ins Ausland, am liebsten an eine deutschsprachige Einrichtung nach Italien. Bei der Praktikumssuche habe ich zunächst nur „Kindergarten“ und „Italien“ ins Internet eingegeben. So richtig kam ich dadurch aber nicht weiter. Dann habe ich gezielt nach einem speziellen pädagogischen Konzept und meinem Wunscharbeitsort gegoogelt. Dabei hat sich die Suche von Kindergarten in Richtung Grundschule verschoben. Am ergiebigsten waren die Telefonate mit potenziellen Arbeitgebern. So erhielt ich meist nach fünf Minuten einen Ansprechpartner und sparte viel Zeit.

 

Beworben habe ich mich fast nur online. Dafür erstellte ich einen Lebenslauf auf einer Seite mit einem kleinem Bild von mir rechts oben. Das packte ich als PDF in die Bewerbungsmail hinein. Bereits nach zwei Tagen telefonierte ich hinterher, weil ich unter Zeitdruck stand. Aber diese Überwindung und Hartnäckigkeit haben sich ausgezahlt.

 

Ihr Tipp: In Gesprächen mit guten Freunden kamen hilfreiche Ideen, wo ich noch nach Stellen recherchieren könnte.

Björn Rottland, Maschinenbaustudium

201609_print_extra_Bewerbung_BR_bName: Björn Rottland (24)

 

Bachelorstudium: Maschinenbau an der Fachhochschule Aachen, 8. Semester

 

Hat sich erfolgreich beworben um: eine Stelle am Forschungszentrum Jülich (FZJ), um dort seine Bachelorarbeit zu schreiben

 

Sein Weg: Für meine Abschlussarbeit bin ich 19 Stunden pro Woche am Forschungszentrum Jülich angestellt, genauer gesagt am Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik. Über Kontakte durch meine Familie bin ich überhaupt erst auf das FZJ gestoßen. Ich habe angerufen und wurde spontan eingeladen, noch bevor ich Unterlagen dorthin geschickt hatte.

 

Auf das Gespräch habe ich mich vorbereitet, indem ich mich auf der Homepage des FZJ umgesehen habe. Insgesamt war das gegenseitige Kennenlernen mit dem betreuenden Professor sehr locker. Es kamen aber durchaus klassische Bewerbungsfragen vor. Zum Beispiel: Welche Interessen haben Sie außerhalb des Studiums? Was wollen Sie später beruflich machen?

 

Nach dem Gespräch wurde ich aufgefordert, Bewerbungsunterlagen einzureichen. Dazu gehörten: Anschreiben, Lebenslauf, ein aktueller Notenspiegel der FH sowie Bestätigungen über einen CAD-Kurs an der Hochschule und Praktika.

 

Sein Tipp: Wenn es möglich ist, würde ich persönliche Kontakte bei der Stellensuche und Bewerbung auf jeden Fall wieder nutzen.